COVID-19: Lasermed sichert die augenärztliche Versorgung – Sprechstunde und Operationen finden statt. Mehr dazu

Netz­haut­ab­lösung
(Ablation Retinae)
Sollten Sie die Vermutung haben unter einer Netzhautablösung zu leiden, sollten Sie sofort einen Augenarzt aufsuchen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Erkrankung.

Netzhautablösung – bedrohlich für Ihr Sehvermögen

Was ist eine Netzhautablösung?

Ein „schwarzer Vorhang“ vor den Augen läßt nichts Gutes ahnen. Eine Netzhautablösung (Ablatio Retinae) kündigt sich typischerweise mit Lichtblitzen und einem „schwarzen Vorhang“ vor den Augen an. Es ist dann der sofortige Besuch eines Augenarztes oder einer Augenklinik anzuraten. Die Netzhaut besteht aus zehn Schichten, neun davon bilden den inneren, lichtempfindlichen Teil und die zehnte Schicht den lichtunempfindlcihen, äußeren Teil. Diese Schichten sind am Sehnerv und an der ora serrata (einem gezackten Rand) miteinander verbunden.

 Bild einer gesunden Netzhaut

Bild einer Netzhautablösung

Aus verschiedenen Gründen kann eins der Netzhautblätter einreißen und durch Eindringen von Flüssigkeit aus dem Augeninneren kommt es dann zu einer Ablösung. Ursachen können Unfälle, der natürliche Alterungsprozess und Operationsfolgen sein. Patienten, die stark kurzsichtig sind (über -5 Dioptrien) sind durch die Spannung der Netzhaut auf Grund der Beschaffenheit des Auges.

Suchen Sie sofort einen Augenarzt auf, wenn Sie plötzlich auftretende Symptome wie das Sehen von Flusen, Spinngeweben, Lichtblitzen oder eines schwarzen Schattens wahrnehmen!

Behandlung Der Netzhautablösung

Wie wird die Netzhautablösung behandelt?

Bei einem einzelnen Loch oder Riss wird der Augapfel im Bereich des Defektes mit einer Plombe, die von aussen auf das Auge genäht wird, eingedellt. Bei mehreren Löchern wird das Auge 360 Grad mit einer zirkulären Umschnürung (Cerclage) versorgt. Ist die Netzhaut einmal abgelöst, so hilft auch ein Laserverfahren nicht mehr, die Netzhaut zum Anliegen zu bringen!

Wie schnell muss die Netzhaut operiert werden?

In der Regel sollte eine frisch aufgetretene Ablösung möglichst schnell operiert werden, insbesondere dann, wenn die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens, noch nicht abgelöst ist. Je länger gewartet wird, umso mehr löst sich die Netzhaut ab und umso mehr geht von der Funktion dauerhaft verloren! Auch nach erfolgreicher Netzhautoperation bleibt in aller Regel ein Funktionseinschränkung zurück. War die Nezhaut nur peripher abgelöst, so bleibt ein entsprechender Gesichtsfeldausfall zurück. War die Makula betroffen, so wird dauerhaft die Sehschärfe beeinträchtigt bleiben!

Therapien

Medikamentöse Therapien gibt es für die Netzhautablösung nicht. Eine Laser-Behandlung ist – insbesondere im frühen Stadium – eine erfolg-versprechende Therapie. Mit einem Argon-Laser werden die eingerissenen Ränder wieder „angeschweißt“. Im fortgeschrittenen Stadium einer Netzhautablösung kann auch eine Operation notwendig werden. Diese ist recht kompliziert und wird ausschließlich von spezialisierten Netzhaut-Chirurgen durchgeführt. Dieser Eingriff ist immer mit einem stationären Krankenhausaufenthalt verbunden. Patienten, die Vorzeichen erkennen, sollten umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Im Frühstadium kann durch die Laser-therapie geholfen werden. Bei fortgeschrittener Netzhautablösung kommt es bei dem betroffenen Auge ohne Behandlung fast immer zur Erblindung.